Dos and Dont`s in der Schwangerschaft
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5. Februar 2016

 

Alle wissen es besser!

Dos and Don`ts in der Schwangerschaft - Als die Mamis in meinem Umfeld erfahren haben, dass ich schwanger bin wurde ich buchstäblich mit Ratschlägen zur Schwangerschaft beschossen. Mach dieses, tue jenes, unterlasse unbedingt folgendes, verwende auf jeden Fall...............................

 

Ich muss sagen: Einerseits war ich dankbar, aber andererseits auch sehr schnell genervt, denn jeder erlebt die Schwangerschaft anders und jeder Körper reagiert unterschiedlich. Natürlich gibt es ein paar grobe Parameter an die man sich unbedingt in der Schwangerschaft halten soll. Doch bevor ich diese aufzähle, möchte ich alle Mamis, die das erste Mal schwanger und vielleicht total überfordert oder verunsichert sind beruhigen. Deshalb teile ich meine persönliche Geschichte zum Thema Dos and Don`ts bevor ich mit dem Aufzählen beginne. 

 

Wenn du meinen Blog bisher verfolgt hast, dann weißt du, dass mein Baby kein Wunschkind war. Da ich nichts von meiner Schwangerschaft gewusst habe, habe ich natürlich weiter gelebt wie bisher. Das bedeutet ca. 5 Kaffee am Tag, 1 bis 2 Red Bull und jeden zweiten Tag war ich auf einem anderen Event. Natürlich hab ich da auch Alkohol getrunken. Nicht übermäßig aber zwei Gläschen, pro Event, waren es sicher. (Auch am Abend vor dem Schwangerschaftstest, hab ich noch zwei Cosmopolitan getrunken, weil ich davon überzeugt war, dass eine Eierstockentzündung oder ein anderes gynäkologisches Problem am Ausbleiben meiner Regel schuld ist. Und wer sich mit Cocktails auskennt, weiß dass dieses Getränk eigentlich nur aus Wodka besteht und somit definitiv  nicht unter die leichten Getränke fällt.) Darüber hinaus, hatte ich nicht wirklich ein super gesundes Essverhalten, sondern hab mich von gefüllten Weckerln oder Fertiggerichten ernährt. Last but not least hab ich natürlich täglich die Pille genommen und in den ersten sechs Wochen sogar einmal die Pille danach eingeworfen, weil ich mir nicht ganz sicher war, ob die Pille auch geholfen hat. Wie sich nachher herausgestellt hat, war es aber zu diesem Zeitpunkt bereits passiert.

Bei der ersten Ultraschalluntersuchung im Spital (wo die Schwangerschaft bestätigt wurde) wurde ein Bluttest gemacht und hier kam die erste negative News, denn es wurde festgestellt, dass mein Progresteronspiegel viel zu niedrig ist. Was wiederum das Überleben eines Kindes, sowie dessen Einnistung fast unmöglich macht. Und so sagte mir der diensthabende Arzt, dass meine Gebärmutter das Baby vermutlich abstoßen wird. Obwohl all diese Faktoren vorlagen wurde ich schwanger und mein kleiner Bauchbewohner hat es trotz einiger gesundheitlicher Probleme, in meinem Bauch, so gut gefallen dass er all das überlebt hat. 

Für alle Frauen die schon länger probieren schwanger zu werden oder bereits ein Kind verloren haben, klingen meine Zeilen und Worte sicher furchtbar und auch bei meinen Freunden, die schon länger basteln tut es mir wirklich von ganzem Herzen leid, wenn ich mitbekomme, wie sehr sie sich ein Kind wünschen. Was ich sagen will, meine Worte sollen bitte nicht als Hohn aufgefasst werden! Ich weiß, dass es ein ganz besonderes und wirklich großartiges Geschenk ist, welches mir trotz allem zuteilgeworden ist.

Mit diesem Ausflug in die Vergangenheit, möchte ich lediglich alle Mamis die schwanger sind beruhigen. Und ich will dir damit sagen, dass das kleine Lebewesen, das in dir heranwächst, viel stärker ist als du denkst. Deshalb lass dich bitte nicht durch Erzählungen verunsichern oder beunruhigen! Und wenn dir jemand von seiner oder einer beängstigenden und komplizierten Schwangerschaft erzählen will, dann sag einfach du möchtest gerne schöne und aufbauende News hören.

Ach ja, ich habe auch die Finger vom Internet und den Internetforen für Mamas gelassen. Da stehen oft so viele Schaudergeschichten drinnen. Also ganz gleich, welche Schwangerschaftskomplikation bei dir vielleicht vorliegt, bevor du nach einer zweiten Meinung googelst, würde ich dir raten einen zweiten Arzt aufzusuchen. 

 

Nun zu den Dos and Don`ts:

Die grundlegenden Dinge wie nicht rauchen und keinen Alkohol trinken wissen wir alle und auch, dass wir uns ganz bewusst und gesund ernähren sollen. Doch alles was darüber hinaus geht, wird dann schon etwas komplexer. Aus diesem Grund habe ich eine Liste der für mich wichtigsten Punkte erstellt.

 

 

DOS

Quelle: Gesundheit.gv.at
Quelle: Gesundheit.gv.at
  • Wenn es deinem Baby und dir gut geht, dann treibe leichten Sport und bewege dich viel an der frischen Luft. Das bringt den Kreislauf in Schwung und kurbelt deine Vitamin D-Produktion an. Ruhigere Sportarten wie beispielsweise Walking, Schwimmen, Yoga und Pilates sind jetzt ideal für dich. Einfache Pilates-Übungen speziell für die Schwangerschaft findest du >> HIER
  •  Solange dir dein Arzt nicht auf Grund von Komplikationen ein Verbot erteilt, ist Geschlechtsverkehr auch während der Schwangerschaft erlaubt. Wenn du sexuelle Bedürfnisse verspürst und Lust auf Intimitäten mit deinem Partner hast, kann man dem mit ruhigem Gewissen nachgeben. Denn das ist völlig unbedenklich für dein Kind. 
  • Du kannst auch während der Schwangerschaft verreisen und sogar in den Flieger steigen. Zumindest in den ersten Monaten der Schwangerschaft. Lass dich aber vorher von deinem Frauenarzt zu diesem Thema beraten. Die meisten Airlines nehmen dich als Schwangere bis zur 34. SSW als Passagier mit.
  • Ruhe und Entspannung - Hier gilt gönne dir was dir gut tut! Mach ein Nachmittagsschläfchen wenn es möglich ist, bitte deinen Partner oder Freunde um Hilfe im Alltag. Hör gute Musik und lass dein Kind daran teilhaben. Ließ deinem Bauchbewohner was vor oder lass den werdenden Papa vorlesen.

DON`TS

  • Stress: Stress in jeglicher Form ist eine zusätzliche Belastung für den Körper, die es ganz besonders in der Schwangerschaft zu vermeiden gilt. Deshalb versuche so weit wie möglich alles zu meiden was dich zuviel Energie kostet oder dich emotional aufwühlt sowie zu sehr belastet. Denn dein Baby fühlt mit und durch dich. Doch was erlebt ein Kind im Mutterleib? Zu diesem Thema gibt es ein sehr gutes Buch Leider, habe ich im Internet nur auf einer einzigen Webseite die wesentlichen Punkte, die in dem Buch beschrieben werden, gefunden Artikel lesen . Ein weiters Buch, das ich in diesem Zusammenhang empfehlen kann ist: "Der Seelenraum des Ungeborenen - Pränatale Psychologie und Therapie" 

Ernährung

  • Nicht gekochte, nicht pasteurisierte Milch und Milchprodukte (Rohmilch und Rohmilchprodukte); ansonsten vorher abkochen.
  • Weichkäse und geschmierter Käse (z.B. Brie, Camembert, Blauschimmelkäse).
  • Rohes und nicht ganz durchgebratenes Fleisch (Beef Tartar, Steak medium, Rohschinken etc.) sowie Mettwurst und Rohwürste (z.B. Salami).
  • Roher und halbroher Fisch, rohe Meeresfrüchte (z.B. Sushi, Maki, Austern, Kaviar) und geräucherter/fermentierter und gebeizter Fisch (z.B. Graved Lachs, Räucherlachs). Thunfisch, Schwertfisch, Heilbutt oder Hecht sind wegen möglicher Schwermetallbelastung zu meiden.
  • Speisen, die rohe, halbrohe oder weichgekochte Eier enthalten (z.B. Tiramisu, Mayonnaise, Mousse au chocolat, weiches Frühstücksei).
  • Koffein: 1 bis 2 Kaffee pro Tag sind erlaubt, achte jedoch darauf, dass auch einige Teesorten nicht erlaubt sind.
  • Vorsorglich sollten Schwangere zudem auf den Konsum von chininhaltigen Getränken (wie Tonic Water) verzichten. Zur Liste der zu vermeidenden Getränke gehört auch Coca Cola, Sprite, Fanta, Red Bull usw.
  • Bei Kochsalz empfiehlt sich ein sparsamer Umgang
  • Erdnüsse - Auch wenn du keine Allergie dagegen hast, könnte dein Baby bereits im Bauch dagegen allergisch sein
  • Fertiggerichte vermeiden, diese können Listeria- Bakterien enthalten und diese sind gefährlich für das Baby. Diese Bakterien finden sich auch im Sandwich oder grünem Salat wieder. 

Mit Listeriose kann man sich nur infizieren, wenn man Lebensmittel die mit dem Erreger belastet sind verzehrt. Das Berühren der Speisen ist somit ungefährlich. Jedoch sollte man ganz besonders in der Schwangerschaft auf Küchenhygiene achten! ( Im Kühlschrank, trotz sehr niedriger Temperaturen überleben diese Erreger. Sie werden nur durch kochend heißes Wasser abgetötet.)

 

Körperpflege & Schönheit

  • Intimlotions sollte man in der Schwangerschaft auf Grund des veränderten Scheidenmilieus besser weglassen
  • Haarentfernungscrems: Es gibt keine Untersuchungen über mögliche Folgen für Schwangere und ihr Baby sagen  Dermatologen. Trotzdem empfehlen diese, dass man  lästige Härchen lieber mit dem Rasierer los wird. Sollte man Wachsen bevorzugen, dann ist gerade in der Schwangerschaft ganz ganz besonders auf die Hygiene zu achten. 
  • Bräunen: Solarium, Tanning oder Selbstbräuner sollte man während der Schwangerschaft vermeiden.
  • Da hier die Meinungen auseinandergehen, füge ich besser folgenden Artikel ein. Textquelle baby-und-familie.de: „Die Produkte von heute aber gelten als sicher, auch in der Schwangerschaft“, sagt Klaus Vetter. Es sei nicht bekannt, dass sie dem Kind schaden. „Sonst gäbe es längst ein Arbeitsverbot für schwangere Friseurinnen“, erklärt der Experte. Allerdings ist auch die Unbedenklichkeit nicht bewiesen. Deshalb raten viele Hebammen und Gynäkologen, im ersten Trimester auf Farbe zu verzichten. In dieser Zeit bilden sich wichtige Organe des Babys heraus. Eine Alternative können Naturprodukte ohne toxische Stoffe sein. Oder Strähnchen: Die Farbe berührt nicht die Haut, die Inhaltsstoffe dringen nicht in den Körper ein. Generell gilt: Der Hormonhaushalt beeinflusst auch die Haarstruktur. „Farbe kann anders angenommen werden, intensiver oder blasser wirken“, sagt Ravens                          

P.S: Ich habe mir ab dem 5 Monat auch die Haare gefärbt, wobei hier wie beim Stränchen machen, vorgegangen wurde. Es ist natürlich Zeit als auch Geldintensiver jedoch gelangt die Farbe nicht auf die Kopfhaut, da man ca. 1cm Abstand zur Kopfhaut lässt. Jede Strähne wird einzeln genommen und mit einem Kamm wird ganz gezielt die Farbe nur auf das Haar aufgetragen.

 

  • Nagellack und Co.: Nagellacke und ihre Entferner enthalten giftige Stoffe wie Lösungsmittel oder Weichmacher – aber in so geringen Mengen, dass gesundheitliche Folgen als unwahrscheinlich gelten. Schwangere können sich unbedenklich die Nägel lackieren jedoch sollte man dabei gut lüften, sodass weniger Stoffe eingeatmet werden. Dasselbe gilt für Nagelstudios: Idealerweise sind die Fenster offen. Wer den Lack entfernen will, greift laut der am besten zu acetonfreien Mitteln. 
  • Weiße Zähne: Bleaching oder zahnaufhellende Mittel sollte man in der Schwangerschaft vermeiden. Wenn du deinen Zahnarzt besuchst und von deiner Schwangerschaft noch nichts sichtbar ist, solltest du deinen Arzt unbedingt darüber informieren.
  • Piercing, Tattoo und Co.: Früher oder später wird das Piercing Probleme bereiten und man sollte es entfernen, wenn man verhindern möchte dass das Loch zuwächst, kann man im Fachgeschäft biegsame Stäbchen aus Kunststoff kaufen. Von einer Tätowierung oder einem Permanent Make- Up während der Schwangerschaft raten Experten ab. Die Gesundheitsbehörde warnt zudem vor Henna-Tattoos, einem beliebten Urlaubsmitbringsel. Um die Farbe für diese Körperbemalung intensiver erscheinen zu lassen, wird ihr oft PPD zugesetzt – eine Substanz mit hohem Allergiepotenzial, die bei uns für kosmetische Anwendungen auf der Haut nicht zugelassen ist. 

Haustiere

  • Katzenklo: Wenn du schwanger bist, dann lass das Katzenklo unbedingt von deinem Partner, Nachbarn oder Freunden reinigen. Die Gefahr einer Toxoplasmose- Infektion ist hier sehr hoch. Schwangere haben meistens keine Symptome, jedoch könnte dein Baby welche aufweisen und sein Immunsystem könnte angegriffen werden. 

 

Haushalt

  • Viele Frauen entwickeln während der Schwangerschaft ein Faible für Wohnungsdekoration und Basteleien, etwa beim Einrichten des Kinderzimmers. Die meisten Experten raten schwangeren Frauen, den Kontakt mit Polyurethan-Lacken, Farben auf Ölbasis, Sprühfarben, Terpentin (und ähnlichen Lösungsmitteln) sowie flüssigem Farblöser zu vermeiden. Überlasse solche Arbeiten am besten deinem Partner oder Freuden

Wenn du unbedingt ausmalen möchtest, dann benutze auf Wasser basierende Farbe - Sprühdosen sind nicht zu empfehlen. Und lüfte auf jeden Fall die Räume. 

  • Putzmittel: Generell wird empfohlen, während der Schwangerschaft auf natürliche Putzmittel umzusteigen. Denn so verlockend die „Schnell-drauf- und-alles-ist-weg“ Sprays sind, schon ihre unangenehmen Dämpfe verraten jedem Laien, dass hier viel ungesunde Chemie im Spiel ist. Und die sollte auch nach der Schwangerschaft lieber nicht im Familienhaushalt sein – denn Babys und Kleinkinder könnten sonst gefährdet sein. Weitere Putztipps

Weitere wichtige und hilfreiche Infos zur Schwangerschaft liefern einige tolle Apps. Hier kann ich euch folgende empfehlen: Meine Schwangerschaft (Babycenter) oder Schwangerschaft+ (Health & Parenting)

 

Falls auch du Tipps hast, hinterlasse einen Kommentar: Ich freu mich über deine Empfehlungen!

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Kommentare: 1
  • #1

    Angela Biber (Samstag, 06 Februar 2016 23:40)

    Intersanter weisse habe i alle " donts" gemacht !! Und habe zwei sehr gesunde kinder , die mittlerweile erwachsen sind und ausser die ueblichen erkaeltungen niemals krank waren . So mein tipp to all the do and donst ! Hoere auf deinen koerper und er sagt dir was du Brauchst oder nicht machen sollst !