Kindesmissbrauch - Innocence in Danger
Foto @ Innocence in Danger

18. November 2015

 

ONE IN FIVE!

So lautet die Kampagne der EU, welche am heutigen internationalen Tag gegen sexuellen Kindesmissbrauch auf das wahre Ausmaß von missbrauchten Kindern aufmerksam macht. Denn Untersuchungen zeigen, dass durchschnittlich eines von fünf Kindern in Europa Opfer irgendeiner Form von sexueller Gewalt ist. Dabei kann es sich um sexuellen Missbrauch, sexuelle Belästigung, sexuelle Anmache via Internet, sexuelles Mobbing, Kinderpornographie oder Kinderprostitution handeln. Zahlen dieser Europa Studie zeigen, dass dem Kind der Täter in 70% bis 85% , der registrierten Fälle, bekannt ist oder es sich sogar um eine Vertrauensperson handelt. Im Zuge dessen hat die EU- Organisation One in Five auch ein Video veröffentlicht, um genau auf das Thema sexueller Missbrauch in der Familie aufmerksam zu machen.

Zum Tag gegen Kindesmissbrauch nutzt auch die Kinderhilfsorganisation (Innocence in Danger) drastische Mittel, um auf ihre Art auf die Situation aufmerksam zu machen. Die aktuelle Kampagne, mit der die Organisation vor Kindesmissbrauch warnen will, zeigt verstörende Bilder von kleinen Mädchen und Jungen, die zu Sexspielzeugen degradiert werden. Hier stellt sich die Frage, ob diese Kampagne zu sehr provoziert und ob man dies auch darf? Julia von Weiler antwortet in einem Interview auf diese Frage "Ja!" .  Frau von Weiler ist die Geschäftsführerin der deutschen Sektion von Innocence in Danger. In einem öffentlichen Interview räumt sie zwar ein, dass die Bilder verstörend sind, doch das dies auch so sein soll, um eine Anmutung von dem zu vermitteln, was sich real zuträgt. 

Fotos @ Innocence in Danger

„18 Millionen Kinder sind laut Weltgesundheitsorganisation WHO in Europa von sexueller Gewalt betroffen. Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr über 14.000 Kinder als Opfer sexueller Übergriffe erfasst.“ Diese erschreckenden Zahlen vermeldet Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, anlässlich des Europäischen Tages zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch. Quelle: Fokus Magazin, hier gibt es auch ein Video einer deutsche Hilfsorganisation welche  ebenfalls mit diesem, auf dieses schwerwiegende Thema aufmerksam macht. 

 

Eines haben all diese Kampagnen gemeinsam sie sollen uns zu denken geben, uns wachrütteln und uns bewusst machen, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern es vermehrt zu sexuellem Missbrauch von Kindern kommt. Wenn wir helfen wollen, müssen wir uns damit auseinandersetzen. Wegschauen oder Verdrängen ist falsch und indirekt unterstützen wir die Täter durch unser wegsehen. Ich mach mich stark für Kinderrechte und bitte auch DICH um deine Unterstützung! Falls dein Kind starke Veränderungen in seinem Wesen zeigt, dann sieh genau hin.  Sollte es sich dir anvertrauen, ganz gleich wen es als Täter oder Täterin nennt, dann nimm dies erst. Such Hilfe bei einem Psychologen der auf Kindesmissbrauch geschult ist, oder wende dich an eine Hilfsorganisation in deiner Stadt, die ebenfalls gut geschultes Personal haben. Geh mit deinem Kind auf jeden Fall zu einer Person die auf Missbrauchsfälle geschult ist und lass deinem Kind Hilfe zukommen.

Solltest du in deinem Umfeld darauf aufmerksam werden, dass Dinge vorfallen die du als unzüchtig oder unnatürlich empfindest, dann melde dies. Solch eine Meldung kann sowohl beim Jugendamt als auch bei der Polizei anonym durchgeführt werden und solange die Untersuchung läuft wird der Name der Person die den Vorfall gemeldet hat unter Verschluss gehalten. Leider sind die Täter wie Studien beweisen oftmals Personen aus unserem Umfeld, somit des öfteren Menschen die wir gerne haben, die uns Nahe stehen und denen wir solch eine Tat vermutlich nicht zutrauen. Wir sollten nicht Paranoid hinter allem eine sexuelle Absicht vermuten, doch wir sollten doch die ein oder andere Situation genauer Hinterfragen und nicht wegsehen. Denn das Opfer könnte dein Kind, deine Nichte, dein Neffe oder das Kind von Freunden sowie bekannten sein und gleichzeitig könnte der Täter oder die Täterin, dein Mann, dein Vater, dein Onkel, dein Bruder deine Schwester, ein Freund oder eine Freundin, der Lehrer oder die Lehrerin oder jemand anderer aus deinem Umfeld sein. 


Dieses sehr wichtige und ernste Tabuthema wurde von einer Instagrambloggerin aufgegriffen, die eine Petition gestartet hat. Bitte nimm dir kurz Zeit und hinterlasse deine Unterschrift, denn nur gemeinsam kann man auf den gesetzlichen Missstand aufmerksam machen, der bezüglich diesem Thema herrscht und hoffentlich eine Gesetzesänderung bewirken. 

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