"Ich freue mich, dass du hier gelandet bist und würde es großartig finden, wenn du uns erzählst was deine Herausforderungen als Elternteil, Partner und Workaholic sind!"


Conni (Freitag, 26 Februar 2016 14:43)

Workaholic, so würde ich mich gerade eher nicht beschreiben. Aber wahrscheinlich deshalb nicht, weil ich nun schon seit über 1,5 Jahren nicht mehr gearbeitet habe.
Vor der Geburt unserer Tochter war ich als Pharmareferentin im Außendienst unterwegs. Zeitweise umfasste mein Gebiet ganz Bayern. Mit Zunahme des Umsatzes wurde das Gebiet kleiner. Musste ich früher ein- bis mehrmals die Woche im Hotel übernachten, kann ich nun fast jede Tour am gleichen Tag abschließen.
Ich liebe meine Arbeit! Was genau? Die flexible Zeiteinteilung. Die Menschen, die ich Kunden und manchmal sogar Freunde nennen darf! Meine Kolleginnen oder Kollegen die hilfsbereit und fröhlich sind. Ich wollte unbedingt in den Außendienst und ich wollte unbedingt Tierärzte besuchen. Beides habe ich erreicht.
Im Februar 2014 wurde ich ungeplant schwanger. Ich wollte Mutter werden. Nur der richtige Zeitpunkt und so.... Trotzdem war die Freude riesig! Meine Entscheidung war klar: ich bleibe ein Jahr zu Hause und starte dann wieder Vollzeit im Job. Alles ganz einfach, alles prima! Dank meiner Naivität konnte ich meine Schwangerschaft wunderbar genießen!
Unser Baby: ein unruhiges, quengeliges, nicht-schlafendes Wesen! Nach 6 Monaten und Augenringen bis zu den Knien wollte meine Firma wissen, wann ich denn nun wieder komme. Die Vorstellung jeden Tag aufstehen zu müssen, nach einer Nacht wie sie damals üblich war, war untragbar!
Aus dem Jahr wurden somit 1,5 Jahre.
Nun ist es bald soweit! Im Juni 2016 erfolgt eine Auffrischungsschulung im Headquater. Eine ganze Woche ohne Kind! Der Gedanke daran lässt mich manchmal heftig schlucken. Aber mittlerweile haben wir eine wunderbare Krippe für unser Kind gefunden, die Nächte sind traumhaft ruhig und der Mama fällt auch langsam die Decke auf den Kopf.
Warum gehe ich wieder arbeiten? In erster Linie, weil ich meine Arbeit sehr, sehr gerne mache! Ich definiere mich über meine Kontakte und deren Feedback und auch über meine Ergebnisse. Ich möchte meinem Mann abends nicht nur Sätze sagen die beginnen mit: "Lara hat heute...". Außerdem freue ich mich darauf, wieder ein paar Stunden am Tag für mich zu sein. Das ich dabei arbeite ist für mich kein Hindernis mich gut zu fühlen. Eher sehe ich es so, dass ich in dieser Zeit etwas für mich tue! (Und ich muss nicht mehr das Geld meines Mannes ausgeben)
Ich werde ab Juni wieder Vollzeit meiner Arbeit nachgehen. Unser Kind hat einen Vollzeit Krippenplatz.


Ines H. (Freitag, 30 Oktober 2015 20:12)

Ich heiße Ines, bin 33 Jahre alt, verheiratet und wir haben 3 Kinder. Lara-Sophie ist 6,5 Jahre, Marc ist 5 Jahre und Jonas ist 3 Jahre! Vor unseren Kindern arbeitete ich 4 Jahre als dipl.Sozialpädagogin und danach war ich so gut wie dauerschwanger! Unsre 3 Schätze waren alle geplant, aber der Wunsch für das 2. und 3. Kind kam bei uns immer dann, als das Älteste laufen lernte! Die Ss mit Lara-Sophie war eine Risikoschwangerschaft. Ich hatte zu Beginn bis in die 17.Ssw Blutungen, musste nur liegen und mich schonen, in der 32.Ssw hatte ich einen Blasensprung und Lara-Sophie musste per Kaiserschnitt geholt werden! Sie entwickelte sich sehr gut und mittlerweile hat sie heuer im Sept. mit der Schule begonnen. Als Lara-Sophie laufen lernte, sagten mein Mann und ich: "Mhh, ein Geschwisterchen für Lara-Sophie wäre schon schön!" Schwupps, bald darauf war Marc in meinem Bauch! Auch in dieser Ss musste ich nur liegen, da ich ab der 16. Woche mit Vorwehen zu kämpfen hatte. Ich war alle 2-3 Wochen im Kh an den Wehenhämmer angedockt. In dieser Ss war schon Koordination mit den Omas gefragt, da ja Lara-Sophie schon da war, mein Mann auch arbeiten gehen musste und der Haushalt und alles was dazugehört, auch erledigt werden musste! Auch Marc war eine Kaiserschnittgeburt, da er und Lara-Sophie nur einen Altersunterschied von 1,5 Jahren haben und die Sectio-Narbe bei Eintritt der Geburtswehen zu reißen drohte. Wir hätten uns sehr auf eine Spontangeburt gefreut, aber dieses Risiko wollten wir nicht eingehen! Ja, und als Marc seine ersten Schritte machte, sagten wir uns, dass ein 3.Kind auch noch schön wäre, dann sind wir komplett. Bald darauf, war Jonas in meinem Bauch! Auch bei Jonas das gleiche Prozedere in der Ss, gestaltete sich noch schwieriger, da Lara-Sophie mit Auto in Kiga gebracht werden musste und Marc auch noch sehr klein war! Auch Joni wurde geplanter Kaiserschnitt, da er und Marc nur 2 Jahre Abstand haben und wieder die Narbe zu reissen drohte. Die Spontangeburt werden wir niemals erleben, da wir bei der 3.Sectio uns für eine Eileiterdurchtrennung für mich entschieden haben, da ich nie die Pille vertragen habe. Wenn wir dies nicht gemacht hätten, hätten wir wahrscheinlich schon eine Fußballmannschaft. Aber wir sehen es so, dass es das Wichtigste ist, dass wir 3 gesunde Kinder haben, egal auf welchem Wege sie geboren wurden. Der Alltag mit unsren 3 Kids ist spannend. Ich sage oft, das ist ein Full-Timejob mit positivem Stress ist! Man will den eigenen Kids seine Werte und Vorstellung vom Leben vermitteln, das kostet sehr oft viel Geduld und erfordert gute Nerven. Wichtig ist es, denke ich, sich als Paar nicht aus dem Blickfeld zu verlieren. Deshalb sollte man die wenige gemeinsame Zeit auch zusammen nutzen. Bei uns ist es jetzt spürbar besser mit unsrer freien Zeit, da die Kids schon eine gewisse Selbstständigkeit entwickeln und es wird von Jahr zu Jahr leichter. Ach ja, Zeit für sich selbst ist auch wichtig! Jetzt nach fast 8 Jahren Karenzzeit  als  Hausfrau und Mutter, freue ich mich wieder für 20 Stunden, in einem Team mit Kindern, zu arbeiten! Da stehe ich jetzt...